Valentinstag – Tag der Liebenden

Der Valentinstag – Tag der Liebenden oder Tag der Blumenverkäufer?

rote-rose-10Es ist wieder soweit. Der 14. Februar steht vor der Tür und damit auch der Valentinstag.

Für viele Menschen ist es ein willkommener Anlass, um den Liebsten zu zeigen, dass man an sie denkt. Andere sehen allerdings in diesem Tag einen mittlerweile kommerziell missbrauchten und eher mit einem müden Lächeln bedachten Tag. Nur wenige wissen allerdings, wer der „ Heilige Valentin“ eigentlich war und warum wir bei uns dieses Datum als Tag der Liebenden begehen. Ich habe mal einige kleine Informationen für Neugierige und Liebende zusammengetragen.

Der Tag der Liebenden – warum begehen wir ihn am 14. Februar und welcher Valentin ist der Namensgeber?

Der Brauch des Valentinstags als Tag der Liebenden ist hier in Europa erst wenige Jahrzehnte alt. Die einen erwarten ihn sehnsüchtig, die anderen ignorieren ihn komplett. Dabei spielt es auch weniger eine Rolle, ob man eine Liebste oder einen Liebsten hat, sondern ob man den Tag als Chance für eine alte Tradition oder Erfindung der Wirtschaft hält. Immerhin warten Blumenhändler und Pralinenhersteller noch sehnsüchtiger auf diesen Tag als die vielen Frischverliebten.

Was den Valentinstag auch noch ein wenig in ein besonderes Licht rückt ist die Tatsache, dass eigentlich niemand so ganz genau weiß, auf welche Wurzeln dieser Tag und Anlass zurückgeht.

Schauen wir uns doch einfach mal die plausibelste Version an..

Der Heilige Valentin – Bischof Valentin von Terni

Die wahrscheinlichste Basis für den heute gefeierten Valentinstag geht die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurück. Er lebte im dritten Jahrhundert nach Christus in Terni, einer italienischen Stadt im Süden der Provinz Umbrien. Die in mehreren Versionen überlieferte Sage erzählt, dass Valentin eine ganze Reihe von Verliebten auf ihren Wunsch und seiner Überzeugung gemäß  christlich traute.

Er umging damit wohlwissend das kaiserliche Verbot, da das Christentum zu dieser Zeit keine zugelassene Religion war. Da er eine recht gute Beziehung zum damals herrschenden  Kaiser Claudius II. gehabt haben soll, glaubte er wahrscheinlich, dass seine Aktivitäten ohne Folgen bleiben würden. Als er aber auch Soldaten nach christlichen Ritualen verheiratete, denen die Heirat prinzipiell verboten war, hatte er die Schwelle zu weit überschritten.

Kaiser Claudius II. ließ ihn verhaften  und da er dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte wurde er am 14. Februar des Jahres 269 nach Christus enthauptet.

Mehr als 100 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod wurde Valentin heilig gesprochen und weitere 100 Jahre später, im Jahr 496 wurde der 14. Februar durch den damaligen Papst Gelasius offiziell zum Feiertag erklärt.

Valentin soll die Brautpaare, die er vermählt hatte, immer mit wunderschönen Blumen aus seinem Garten beschenkt haben. Und so sind Sage und Blumengeschenke zusammen gekommen und bilden mit hoher Wahrscheinlichkeit die geschichtliche Basis für unseren Tag der Liebenden, dem Valentinstag am 14.Februar.

Allerdings muss man noch erwähnen, dass im Jahr 1969 dieser Feiertag aus dem römischen Generalkalender gestrichen wurde und damit nicht mehr als offizieller christlicher Feiertag gilt.

Wann wurde der Valentinstag erstmalig als Tag der Liebenden in Deutschland gefeiert?

Bis nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war der heutige Brauch des Schenkens am Valentinstag völlig unbekannt. Es mag sein, dass der eine oder andere den christlichen Feiertag als Anlass nahm, um seinen Liebsten etwas zu schenken, aber dies hatte keine breite Tradition.

In England war dies aber durchaus schon eine gängige Praxis und so kam dieser Brauch durch Auswanderer auch schnell in die USA, wo man ohnehin für jeden neuen Anlass für Familienfeiern und Beschenkung dankbar war und auch heute noch ist.

Die amerikanischen Soldaten brachten dieses neue Brauchtum dann mit dem Kriegsende nach Deutschland und wenige Jahre später startete diese importierte Tradition mit dem deutschen Wirtschaftswunder und dem damit florierenden Geschenkeboom richtig durch. Der erste offizielle Valentinsball soll 1950 in Nürnberg stattgefunden haben.

In einigen Gebieten ist auch die Tradition bekannt, am Valentinstag dem Menschen, den man mag, heimlich ein kleines Geschenk, Blumen, Karten oder Gedichte zukommen zu lassen, in der Hoffnung dem Erfolg in der Liebe ein klein wenig nachzuhelfen.

Englische Auswanderer nahmen genau diesen Brauch mit in die USA, wo von dort US-Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg den Valentinsbrauch nach Deutschland brachten. In Nürnberg wurde dann 1950 der erste Valentinsball veranstaltet, anschließend wurde der Valentinstag offiziell eingeführt. Bekannt wurde er jedoch erst durch die dann stark einsetzende Werbung der Floristen, durch die der Valentinstag erst richtig an Popularität gewann.

Wie begehen wir den Valentinstag in Deutschland?

Was mit kleinen Geschenken, Aufmerksamkeiten  und Gedichten vor Jahren begann hat heute schon teilweise die Dimension eines beschenkten Hochzeitstages oder Geburtstages erreicht. Zur Freude der Blumenhändler oder Schokoladenhersteller werden jährlich immer mehr und größere Geschenke zum Valentinstag gereicht.

Der Valentinstag sollte uns einfach daran erinnern, dass wir einen geliebten Menschen an der Seite haben. Es kommt nicht darauf an, was wir schenken und wie viel wir  schenken.

Ein gemeinsames Dinner, ein Blumengruß, kleine Aufmerksamkeiten – all dies ist toll, solange es nicht nur am Valentinstag und nur deswegen geschieht.

Die beliebtesten Geschenkartikel am Valentinstag sind und bleiben aber die Blumen.

Wie heißt es doch so schön: Sag es mit Blumen…

Die Rote Rose als Zeichen der Liebe

 

 

 

Comments are closed.